
Pola Negri by Binder

images that haunt us





“Wenn jeder einen Körper hĂ€tte wie ich, wĂŒrden alle nackt herumlaufen”: Ihre eigene HĂŒllenlosigkeit vertrat Berber mit groĂem Selbstbewusstsein – das Foto zeigt sie als “SalomĂ©”. Gleichzeitig verwahrte sich die TĂ€nzerin dagegen, in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden: “Ich bin keine NackttĂ€nzerin”, betonte Berber im Dezember 1922 im Interview mit einem Wiener Journalisten. Der sich vor allem darĂŒber freute, dass sie das GesprĂ€ch im Bett sitzend, mit vorn geöffneter Bluse, absolvierte.
“If everyone had a body like me, everyone would walk around naked”: Berber represented her own shamelessness with great self-confidence – the photo shows her as “SalomĂ©”. At the same time, the dancer protested against being pigeonholed: “I’m not a nude dancer,” Berber emphasized in an interview with a Viennese journalist in December 1922. Who was particularly pleased that she sat in bed during the conversation, with her blouse open at the front.
quoted from Der Spiegel: Anita Berber : die Hohepriesterin des Lasters

NackttÀnzerin Anita Berber : Die Skandalnudel der Zwanzigerjahre
Sie kokste und soff, schlief mit MĂ€nnern und Frauen und bewarf Störer mit Champagnerflaschen: Anita Berber war selbst fĂŒr die wilden Zwanziger zu wild. Die Exzentrikerin starb schon mit 29 – ausgezehrt, verarmt, unverstanden.
Berber war schon zwei Jahre tot, als Schriftsteller Klaus Mann diese Szene 1930 im Magazin “Die BĂŒhne” schilderte. Sie zeigt, wie fragil die Skandalnudel war, und auch ihren sozialen Rang gegen Ende ihres Lebens: den eines Freaks, den die Haute VolĂ©e zwar gern auf der BĂŒhne begaffte, sonst aber tunlichst mied. “Man wies mit dem Finger nach ihr, sie war vogelfrei”, schrieb Mann. “Sogar fĂŒr das Nachkriegsberlin war sie zu weit gegangen.”
“Nachkriegserotik, Kokain, SalomĂ©, letzte PerversitĂ€t, solche Begriffe bildeten den Strahlenkranz ihrer Glorie”, urteilte Mann. Dabei war Anita Berber ursprĂŒnglich nicht nackt ins Rampenlicht gesprungen, um die Radaupresse zu beglĂŒcken. Sie wollte, dass ihr Talent entdeckt wird.
Berber war beileibe nicht die erste NackttĂ€nzerin. Den Skandal sieht Theaterwissenschaftlerin Ulrike Traub darin, dass sie HĂŒllenlosigkeit mit der “bewussten Exposition des HĂ€sslichen” kombinierte und so von Erotik abkoppelte.
quoted from Spiegel : NackttÀnzerin Anita Berber : Die Skandalnudel der Zwanzigerjahre
Nude dancer Anita Berber : The scandalous nude of the 1920s
She did coke and drank, slept with men and women and threw champagne bottles at troublemakers: Anita Berber was too wild even for the Roaring Twenties. The eccentric died at the age of 29 – emaciated, impoverished, misunderstood.
Berber had already been dead for two years when writer Klaus Mann described this scene in the magazine âDie BĂŒhneâ in 1930. It shows how fragile the scandalous nude was, and also her social rank towards the end of her life: that of a freak, whom the haute volĂ©e liked to ogle on stage, but otherwise avoided as much as possible. âThe finger was pointed at her, she was an outlaw,â Mann wrote. “She had gone too far even for post-war Berlin.”
âPost-war eroticism, cocaine, SalomĂ©, ultimate perversity, such terms formed the aureole of their glory,â said Mann. Anita Berber didn’t originally jump into the limelight naked to please the rowdy press. She wanted her talent to be discovered.
Berber was by no means the first nude dancer. Theater scholar Ulrike Traub sees the scandal in the fact that she combined nakedness with the “conscious exposure of ugliness” and thus separated it from eroticism.



“Göttin der Nacht”: So hat ihr Biograf, der Berliner Kunsthistoriker Lothar Fischer, die TĂ€nzerin getauft. Hier ist Anita Berber 1917 als “Binga van der Wal” zu sehen. Sie trat zunĂ€chst mit der Tanztruppe ihrer Lehrerin Rita Sacchetto auf. Noch wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs löste sie sich von Sacchetto, um als SolotĂ€nzerin zu reĂŒssieren.
“Goddess of the Night”: This is how her biographer, the Berlin art historian Lothar Fischer, baptized the dancer. Here Anita Berber can be seen as “Binga van der Wal” in 1917. She first performed with the dance troupe of her teacher Rita Sacchetto. During the First World War she left Sacchetto’s troupe in order to succeed as a solo dancer.
quoted from Der Spiegel: Anita Berber – die Hohepriesterin des Lasters

