
Experiment 28, 1907

images that haunt us





Heute sind insgesamt 13 AusfĂŒhrungen dieses Werkes bekannt. Eine Version davon, bisher noch unbekannt, bereichert seit kurzem als Dauerleihgabe die Sammlung der Villa Stuck. | Today a total of 13 versions of this work are known. A version of it, as yet unknown, has recently been added to the Villa Stuck collection as a permanent loan.
Der MĂŒnchner KĂŒnstler Franz von Stuck (1863 â 1928) entwickelte schon frĂŒh ein eigenes Rahmenkonzept fĂŒr seine Werke, das er immer unterschiedlich, je nach Intention, variierte. Bild und Rahmen, Malerei und Kunsthandwerk betrachtete er als Ă€sthetische Einheit, als gleichberechtigte Teile eines Gesamtkunstwerkes.
Meist entwarf der MitbegrĂŒnder der MĂŒnchner Secession flache Plattenrahmen in unterschiedlichen AusfĂŒhrungen: z.B. mit vergoldeten, handgeschnitzten SchmuckstĂ€ben, vergoldeten Wellenleisten, flachen Ornamenten oder mit aufgemalten, architektonischen Formen. Stuck lieĂ die Rahmen nach seinen EntwĂŒrfen von Kunstschreiner*innen und Rahmenmacher*innen ausfĂŒhren. Viele von ihnen wurden neben Hans Irlbacher von der Kunst- Rahmen- & Malbrettertischlerei Georg Oberndorfer in MĂŒnchen angefertigt.
FĂŒr eines seiner berĂŒhmtesten Werke, Die SĂŒnde (1893), entwarf er einen vergoldeten Ădikularahmen nach dem Vorbild dorischer Portale. Die plastischen Elemente des Tempelrahmens wie SĂ€ulen und Sockel wurden direkt auf die Grundplatte aufgebaut. WĂ€hrend der ersten Ausstellung der MĂŒnchner Secession 1893 lösten Bild und Rahmen einen Skandal aus, die Menschen strömten damals scharenweise in die Pinakothek. Franz von Stuck wurde als Star der neuen KĂŒnstlergruppe gefeiert, Die SĂŒnde avancierte zum Kultbild des Fin de siĂšcle.
Heute sind insgesamt 13 AusfĂŒhrungen dieses Werkes bekannt. Eine Version davon, bisher noch unbekannt, bereichert seit kurzem als Dauerleihgabe die Sammlung der VILLA STUCK. Das Pastell auf Karton (nach 1905) ist in einem zweidimensionalen Originalrahmen der Tischlerei Georg Oberndorfer eingefasst: natĂŒrlich nach einem Entwurf des KĂŒnstlers selbst. Bemalung und Konstruktion verweisen auf einen antiken Dreiecksgiebel. Franz von Stuck gab seinen Werken ein Zuhause, baute ihnen Tempel.
Text source W-M-R blog







The cyan tone of these snapshot images is a product of the cyanotype process, which uses ferric ferrocyanide (Prussian Blue) to form an image. These prints are mounted back-to-back on a green piece of construction paper, suggesting the prints were likely in an album at one point.
Sir John Herschel invented the cyanotype process in 1842. The process was briefly used in the 1840s to make camera-less prints, or photograms, most notably for scientific purposes. The process experienced a resurgence in the late nineteenth and early twentieth centuries corresponding with the introduction of roll film. Both the cyanotype and roll film appealed to a new class of amateur photographers. The images shown here were made around 1910 with a roll film camera that shoots a 2 1/4 x 2 3/4 image. Cyanotype paper was commercially available and did not require any processing chemicals, only a thorough wash in water after exposure. | src Graphic Atlas


